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Meldebestand und Sicherheitsbestand berechnen
Berechnen Sie, bei welchem Lagerbestand Sie nachbestellen sollten, wie viel Sicherheitsbestand Sie brauchen und welche Bestellmenge sinnvoll ist.
Beispielwerte: Geben Sie Ihren eigenen Verbrauch, Ihre Lieferzeit und Ihre Kosten ein. Alles wird in Ihrem Browser berechnet.
Ergebnis
Bestellen Sie nach, wenn der Bestand (einschließlich bereits bestellter Ware) auf 232 Stück fällt. Bestellen Sie dann etwa 372 Stück.
- Meldebestand
- 232 Stück
- Sicherheitsbestand
- 32 Stück
- Bestellmenge (EOQ)
- 372 Stück
- Bestellungen pro Jahr
- 14
- Durchschnittlicher Bestand
- 217,4 Stück
- Zeit zwischen Bestellungen
- 18,6 Tage
So wurde gerechnet
- Verbrauch während der Lieferzeit: 20 pro Tag × 10 Tage = 200 Stück.
- Sicherheitsbestand (statistisch): z × σVerbrauch × √Lieferzeit = 1,645 × 6 × √10 = 31,2 Stück.
- Meldebestand: Verbrauch während der Lieferzeit + Sicherheitsbestand = 200 + 31,2 = 231,2, aufgerundet auf 232 Stück.
- Optimale Bestellmenge: √(2 × Jahresbedarf × Bestellkosten ÷ Lagerhaltungskosten) = √(2 × 5.200 × 40,00 € ÷ 3,00 €) = 372,4 Stück. Bei dieser Menge entsprechen die Bestellkosten (558,57 € pro Jahr) den Lagerhaltungskosten des Umlaufbestands.
- Durchschnittlicher Bestand: EOQ ÷ 2 + Sicherheitsbestand = 217,4 Stück, das entspricht etwa 652,20 € Lagerhaltungskosten pro Jahr.
Horizontal: Tage. Vertikal: Stück auf Lager. Auf Basis des durchschnittlichen Verbrauchs; in Wirklichkeit verläuft die Linie unregelmäßiger.
Sägezahndiagramm über 3 Bestellzyklen. Der Bestand beginnt bei 404 Stück (Bestellmenge plus Sicherheitsbestand), sinkt in etwa 19 Tagen auf den Sicherheitsbestand von 31 Stück und wird dann wieder aufgefüllt. Sie bestellen bei 231 Stück.
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Meldebestand berechnen: Wann sollten Sie nachbestellen?
Der Meldebestand (auch Bestellpunkt genannt) ist der Lagerbestand, bei dem Sie eine neue Bestellung auslösen. Die Idee ist einfach: Zwischen Bestellung und Wareneingang verkaufen oder verbrauchen Sie weiter. Sie müssen also bestellen, solange noch genug vorhanden ist, um diese Lieferzeit zu überbrücken, plus einen Puffer für Unvorhergesehenes. Als Formel: Meldebestand = durchschnittlicher Tagesverbrauch × Lieferzeit in Tagen + Sicherheitsbestand.
So nutzen Sie den Rechner: 1. Geben Sie Ihren durchschnittlichen Verbrauch pro Tag oder pro Woche und die Lieferzeit in Tagen ein. Zählen Sie Verbrauch und Lieferzeit in derselben Art von Tagen: Verkaufen Sie an fünf Tagen pro Woche und nennt Ihr Lieferant zehn Werktage, wählen Sie fünf Tage pro Woche. 2. Wählen Sie, wie der Sicherheitsbestand berechnet werden soll. 3. Geben Sie die Kosten für die Bestellmenge ein. Das Ergebnis zeigt die Formeln mit Ihren Zahlen, sodass Sie sie nachprüfen oder in Ihr eigenes System übernehmen können.
Vergleichen Sie den Meldebestand mit Ihrem disponiblen Bestand, nicht nur mit dem, was physisch im Regal liegt. Der disponible Bestand ist der Lagerbestand plus bestellte, aber noch nicht gelieferte Ware, abzüglich dessen, was bereits für Kunden reserviert ist. Gerade bei langen Lieferzeiten sind oft mehrere Bestellungen gleichzeitig offen, und wer nur auf das Regal schaut, bestellt doppelt.
Sicherheitsbestand: einfach oder statistisch
Die einfache Methode geht von einer arbeitsreichen, aber realistischen Phase aus: Sicherheitsbestand = maximaler Verbrauch × längste Lieferzeit − durchschnittlicher Verbrauch × durchschnittliche Lieferzeit. Sie ist leicht zu erklären und braucht wenige Daten. Der Nachteil: Das Ergebnis hängt stark vom gewählten Maximum ab, und Sie wissen nicht, wie viel Sicherheit Sie damit tatsächlich erreichen.
Die statistische Methode nutzt die Schwankung Ihres Verbrauchs, ausgedrückt als Standardabweichung pro Tag, und einen Ziel-Servicegrad. 95 Prozent entsprechen einem z-Wert von 1,64, 99 Prozent einem z-Wert von 2,33. Der Sicherheitsbestand ist dann z × Standardabweichung × √Lieferzeit. Schwankt auch die Lieferzeit, verwenden Sie die kombinierte Formel: z × √(Lieferzeit × σVerbrauch² + Verbrauch² × σLieferzeit²). So kostet Sie ein unzuverlässiger Lieferant sichtbar zusätzlichen Bestand.
Servicegrad bedeutet hier den Anteil der Bestellzyklen, in denen Ihnen die Ware nicht ausgeht. Der Schritt von 95 auf 99 Prozent wirkt klein, doch der Sicherheitsbestand steigt dabei um mehr als 40 Prozent. Legen Sie den Servicegrad daher je Artikelgruppe fest: hoch für Schnelldreher und Artikel, auf die Kunden nicht warten, niedriger für Artikel, die sich problemlos nachliefern lassen.
Optimale Bestellmenge (EOQ) und ihre Grenzen
Die optimale Bestellmenge, auch EOQ, Andler- oder Wilson-Formel genannt, beantwortet die Frage, wie viel Sie pro Bestellung ordern sollten. Viele kleine Bestellungen verursachen hohe Bestellkosten: Zeit für Bestellung, Wareneingang, Kontrolle und Rechnungsbearbeitung. Große Bestellungen verursachen hohe Lagerhaltungskosten: Zinsen auf das gebundene Kapital, Lagerfläche, Versicherung, Veralterung und Schwund. EOQ = √(2 × Jahresbedarf × Bestellkosten ÷ Lagerhaltungskosten pro Stück und Jahr) liegt genau an dem Punkt, an dem beide Kostenarten gleich hoch sind.
Lagerhaltungskosten werden oft als Prozentsatz des Einkaufspreises pro Jahr angegeben; eine gängige Faustregel sind 15 bis 30 Prozent, abhängig von Zinsen, Platz und dem Risiko, dass Ware unverkäuflich wird. Ermitteln Sie den Wert für Ihre eigene Situation, denn die EOQ reagiert empfindlich auf diese Annahme, wenn auch weniger, als man denkt: Dank der Wurzel führt ein doppelt so hoher Kostensatz zu einer etwa 30 Prozent kleineren Bestellmenge.
Die EOQ setzt eine konstante Nachfrage, einen festen Preis und unbegrenzte Haltbarkeit voraus. In der Praxis haben Sie es mit Mengenrabatten, Mindestbestellmengen, festen Verpackungseinheiten, Palettenmengen und Mindesthaltbarkeitsdaten zu tun. Nutzen Sie die EOQ daher als Ausgangspunkt: Runden Sie auf eine Verpackungseinheit, prüfen Sie, ob ein Mengenrabatt die höheren Lagerhaltungskosten aufwiegt, und bestellen Sie nie mehr, als Sie vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verkaufen können.
Wie ein WMS das automatisch erledigt
Eine Berechnung für einen Artikel hilft, das Prinzip zu verstehen. Ein Großhändler hat jedoch Hunderte oder Tausende Artikel, jeweils mit eigenem Verbrauch, Lieferanten und eigener Lieferzeit. Ein gut eingerichtetes WMS oder ERP berechnet Meldebestände und Sicherheitsbestände regelmäßig neu aus der tatsächlichen Verkaufs- und Wareneingangshistorie und erstellt automatisch Bestellvorschläge, sobald der disponible Bestand unter den Meldebestand fällt.
Dabei berücksichtigt das System, was eine Tabellenkalkulation schwierig macht: Saisons und Trends, offene Bestellungen, Reservierungen, Mindestbestellmengen und Verpackungseinheiten je Lieferant sowie die tatsächliche Lieferzeit, wie sie sich in den Wareneingängen zeigt. Ein häufiger Fehler ist, Meldebestände einmal festzulegen und nie anzupassen, obwohl sich Verbrauch und Lieferzeiten ändern. Berechnen Sie sie daher mindestens quartalsweise neu oder lassen Sie das System das übernehmen.
Häufige Fragen
Häufige Fragen: Meldebestand berechnen
Wie berechnet man den Meldebestand?
Multiplizieren Sie den durchschnittlichen Tagesverbrauch mit der Lieferzeit in Tagen und addieren Sie den Sicherheitsbestand. Verbrauchen Sie 20 Stück pro Tag, beträgt die Lieferzeit 10 Tage und halten Sie 30 Stück Sicherheitsbestand, liegt der Meldebestand bei 20 × 10 + 30 = 230 Stück.
Was ist der Unterschied zwischen Meldebestand und Sicherheitsbestand?
Der Sicherheitsbestand ist der Puffer für Unvorhergesehenes: höherer Verbrauch oder eine spätere Lieferung als üblich. Der Meldebestand ist der Bestand, bei dem Sie bestellen, und setzt sich aus dem erwarteten Verbrauch während der Lieferzeit plus diesem Sicherheitsbestand zusammen. Läuft alles nach Plan, trifft die neue Lieferung ein, wenn Ihr Bestand auf dem Niveau des Sicherheitsbestands liegt.
Welchen Servicegrad sollte ich wählen?
Das hängt davon ab, was ein Fehlbestand kostet. Für Schnelldreher und Artikel, auf die Kunden warten, wählen viele Unternehmen 97,5 bis 99 Prozent; für Artikel, die sich gut nachliefern lassen, genügen 90 bis 95 Prozent. Je höher der Prozentsatz, desto schneller steigt der Sicherheitsbestand.
Wie ermittle ich die Standardabweichung meines Verbrauchs?
Tragen Sie den Tagesverbrauch der letzten drei bis sechs Monate in eine Spalte ein und verwenden Sie in Excel die Funktion STABW.S (englisch STDEV.S). Berücksichtigen Sie nur Tage, an denen Sie normalerweise verkaufen, und nehmen Sie einmalige große Projektaufträge heraus, weil sie die Schwankung verzerren.
Ist die optimale Bestellmenge immer die beste Bestellmenge?
Nein, sie ist ein Ausgangspunkt. Die EOQ berücksichtigt keine Mengenrabatte, Mindestbestellmengen, Verpackungseinheiten oder Haltbarkeit. Runden Sie auf eine praktikable Menge und prüfen Sie, ob ein Mengenrabatt die zusätzlichen Lagerhaltungskosten wert ist.
Wie oft sollte ich Meldebestände neu berechnen?
Mindestens quartalsweise und immer dann, wenn sich Verbrauch, Lieferant oder Lieferzeit deutlich ändern. Bei Saisonartikeln öfter. Ein WMS oder ERP kann das automatisch auf Basis der tatsächlichen Verkaufs- und Wareneingangshistorie erledigen.
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